VfB Stuttgart und Bayern München müssen jeweils 260.000 Euro Strafe zahlen, nachdem Anhänger beider Vereine im DFB-Pokalfinale massiv Pyrotechnik eingesetzt haben. Das Sportgericht des DFB verhängte die Sanktionen nach dem 3:0-Sieg der Münchner am 23. Mai 2026. Die Schwaben, die aktuell mit 62 Punkten auf Platz 4 der Bundesliga stehen, müssen sich neben der Strafe auch mit einer schwachen Formphase auseinandersetzen (1 Sieg, 2 Unentschieden, 2 Niederlagen in den letzten fünf Spielen).
Was ist passiert?
Im Finale in Berlin brannten Anhänger beider Vereine insgesamt rund 600 pyrotechnische Gegenstände ab. Die Rauchentwicklung war so stark, dass Schiedsrichter Tobias Stieler das Spiel in der 55. Minute für drei Minuten unterbrechen musste. Harry Kane erzielte in der zweiten Halbzeit alle drei Tore für Bayern (55., 80., 92. Minute per Elfmeter) und sicherte den Münchnern damit das Double nach der Meisterschaft.
Warum ist die Strafe so hoch?
Der DFB verhängte die Rekordstrafe, weil die Pyrotechnik ein klarer Verstoß gegen die Regeln darstellt. Beide Vereine dürfen jedoch bis zu 86.700 Euro der Strafe in Sicherheits- und Gewaltpräventionsmaßnahmen investieren. Die Nachweise müssen bis zum 31. Dezember 2026 eingereicht werden. Für Stuttgart, das in der aktuellen Saison 71 Tore erzielte und 49 kassierte, ist dies eine weitere Herausforderung in einer schwierigen Phase.
Was bedeutet das für VfB Stuttgart?
Neben der finanziellen Belastung steht der VfB Stuttgart unter Druck, seine Form zu verbessern. Nach der 3:0-Niederlage gegen Bayern und zwei weiteren Niederlagen in den letzten Spielen (Niederlage, Unentschieden, Niederlage, Sieg) muss Trainer Sebastian Hoeneß die Mannschaft für das nächste Spiel gegen Paris FC am 1. August 2026 vorbereiten. Zudem fehlen Dennis Seimen und Justin Diehl verletzt.
Was kommt als Nächstes?
Der VfB Stuttgart muss die Strafe akzeptieren und gleichzeitig an seiner sportlichen Leistung arbeiten. Mit 27 Punkten Rückstand auf Bayern München in der Meisterschaft ist die Saison zwar noch nicht verloren, aber die Schwaben müssen schnell wieder gewinnen, um ihre Chancen auf die Champions-League-Qualifikation zu wahren.
