Der VfB Stuttgart startet ohne Transferdruck in die Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison. Sportvorstand Fabian Wohlgemuth machte am ersten Trainingstag klar: „Wir haben weder Handlungsdruck noch Verkaufsdruck.“ Das Team um Cheftrainer Sebastian Hoeneß absolvierte am Montag und Dienstag die Leistungsdiagnostik und zeigte am Mittwoch erstmals vor 1.000 Zuschauern ein Mannschaftstraining mit Ball – mehr Gäste waren aus organisatorischen Gründen nicht zugelassen. Mit 62 Punkten und 18 Siegen aus 34 Spielen liegt der VfB aktuell auf dem 4. Platz in der Bundesliga, 27 Punkte hinter Bayern München, und hat in der laufenden Saison bereits 71 Tore erzielt bei 49 Gegentoren (+22).

Was sagt der Sportvorstand?

Wohlgemuth bleibt in der Transferphase gelassen. „Wir werden aber nichts überstürzen“, sagte er und betonte, man beobachte den Markt genau. Der 47-Jährige setzt stattdessen auf die Weiterentwicklung der Mannschaft: „Wir sind gut damit gefahren, mit unseren Zielen nicht hausieren zu gehen. Wir wollen den Anspruch leben und die Gruppe wachsen lassen.“ Die Zielsetzung für die neue Saison hält er bewusst zurück – der Fokus liegt auf der Arbeit im Team. Der VfB hat in den letzten fünf Spielen nur eine Partie gewonnen (Form: LLDDW) und verlor zuletzt zweimal, darunter das 0:3 gegen Bayern München am 23. Mai 2026.

Wer fehlt noch im Training?

Sieben WM-Teilnehmer des VfB sind noch nicht voll im Mannschaftstraining dabei. Dazu gehören die deutschen Nationalspieler Deniz Undav, Jamie Leweling und Angelo Stiller. Kapitän Atakan Karazor verpasste die Vorbereitung wegen der WM-Vorbereitung der Türkei, wurde aber nicht nominiert. Lorenz Assignon trainiert nach seiner Schulter-OP noch individuell, während Ramon Hendriks und Jeff Chabot vorrangig Einzelübungen absolvierten. Hoeneß setzt auf die schrittweise Integration der Schlüsselspieler, um die Mannschaftsleistung zu steigern.

Wie geht es weiter?

Das nächste Pflichtspiel steht am 1. August 2026 an – der VfB empfängt Paris FC in der Vorbereitung. Bis dahin geht die Arbeit an der Fitness und Taktik weiter. Wohlgemuths Strategie: „Wenn die Gruppe zeigt, dass sie auf dem höchsten Niveau arbeiten möchte, stellen sich die Erfolge automatisch ein.“ Die Mannschaft hat nach einer durchwachsenen Rückrunde noch Aufholbedarf, aber der Start in die neue Saison verläuft bisher ohne Hektik. Mit einem Kader, der sich langsam formiert, will der VfB Stuttgart den Anschluss an die Spitze halten – aktuell liegt das Team 27 Punkte hinter den Bayern und muss in den kommenden Monaten Punkte gutmachen, um die Champions-League-Plätze zu sichern.