Ermedin Demirovic hat mit einem historischen Hattrick für VfB Stuttgart in der UEFA Champions League eine klare Botschaft an Trainer Sebastian Hoeneß gesendet. Der 28-jährige Angreifer traf am Mittwochabend innerhalb von nur zwölf Minuten dreimal gegen Viking und schrieb sich damit als erster Spieler der Vereinsgeschichte mit einem Dreierpack in der Königsklasse ein.
Die Tore fielen in der 20., 26. Und 32. Minute und bescherten dem Team einen 3:1-Heimsieg. Demirovic, der zuvor in den ersten beiden Bundesligaspielen nur eingewechselt worden war, nutzte seine erste Saisonstartelf überzeugend. „Für mich war das natürlich ein perfekter Start. Für uns als Team auch“, sagte der Bosnier nach dem Spiel. Sein Treffer in der 20. Minute brach das frühe 0:0, zwei Minuten später glich Viking aus, bevor Demirovic die Partie mit zwei weiteren Toren entschied.
Hoeneß mit angenehmer Qual der Wahl
Die herausragende Leistung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Konkurrenz im Sturm groß ist. Neuzugang Dženan Pejčinović, der selbst mit einem Hattrick im DFB-Pokal debütierte, wurde in den Ligaauftakten vorgezogen. Demirovic antwortete darauf mit vier Toren in seinen letzten vier Einsätzen, darunter sein erster Bundesligatreffer in der 15. Minute beim 4:1 gegen Köln. „Es hat sicher nicht geschadet, dass er von der Bank aus so eine gute Wirkung gezeigt hat“, hatte Hoeneß damals gesagt. „Er wird in dieser Saison eine gute Rolle für uns spielen. Er ist ein wichtiger Spieler für uns.“
Die aktuelle Form des Teams ist durchwachsen. Nach dem souveränen Champions-League-Erfolg verlor der VfB am vergangenen Wochenende das regionale Duell bei der TSG 1899 Hoffenheim mit 1:2. Damit rangiert Stuttgart nach drei Spieltagen mit drei Punkten auf dem 14. Platz der Bundesliga. Das nächste Spiel ist das Topspiel am Samstag gegen den Zweiten Borussia Dortmund. Eine komplette Übersicht über die kommenden Aufgaben findet sich auf unserer Fixtures-Seite.
Demirovics historischer Dreierpack war der fünftschnellste in der Geschichte der Champions League seit 1992. Er ist nach Edin Džeko erst der zweite bosnische Spieler, dem dieses Kunststück gelang. Nach einer Saison, in der er 15 Tore erzielte, aber nur 17-mal in der Startelf stand, hat der Angreifer die interne Konkurrenz offenbar beflügelt. Für Hoeneß ist die Entscheidung, wer am Samstag gegen Dortmund auf der Neun spielt, nun noch schwerer geworden. Die aktuelle Verletztenliste, die mehrere Stammspieler betrifft, kann auf unserer Verletzungen-Seite eingesehen werden.
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