Der VfB Stuttgart sieht sich mit einer möglichen Prüfung seiner Eigentümerstruktur konfrontiert. Der Sportwagenhersteller Porsche, der seit 2024 10,4 Prozent der Anteile an der VfB Stuttgart AG hält, überprüft grundsätzlich kontinuierlich sein Beteiligungsportfolio.
"Porsche hält seit 2024 10,4 Prozent der VfB-Anteile. Für den Einstieg flossen damals rund 40 Millionen Euro an den Klub", teilte das Unternehmen mit. In einer weiteren Stellungnahme hieß es: "Porsche überprüft grundsätzlich kontinuierlich sein Beteiligungs-Portfolio. Aktuell gibt es jedoch keine Gespräche zu einer möglichen Veräußerung der Beteiligung an der VfB Stuttgart AG."
Hintergrund Volkswagen-Krise
Die Prüfung findet vor dem Hintergrund einer umfassenden Finanzkrise beim Mutterkonzern Volkswagen statt. Der VW-Aufsichtsrat hat einen Rettungsplan beschlossen, in dem Investitionen in Fußballvereine "grundsätzlich nicht zum 2030-Zielbild" gehören. Diese Neuausrichtung betrifft auch den FC Bayern München, an dem VW über Audi indirekt beteiligt ist. Der Audi-Vertrag mit den Bayern läuft bis 2029, eine Verlängerung gilt als unwahrscheinlich.
Für den VfB ist die Porsche-Beteiligung von zentraler Bedeutung. Neben den 40 Millionen Euro für den Aktienerwerb umfasst das Sponsoring-Paket weitere 60 Millionen Euro. Diese fließen unter anderem in die Jugendförderung und sichern die Arena-Namensrechte über die ehemalige MHP-Tochter. Eine Veränderung dieser Finanzströme könnte den Klub mittelfristig spürbar treffen.
Der VfB Stuttgart startete mit wechselhaften Ergebnissen in die Saison und steht nach drei Spieltagen mit drei Punkten auf dem 14. Platz der Bundesliga. Die letzten fünf Pflichtspiele brachten drei Siege und zwei Niederlagen. Die Mannschaft verlor zuletzt am 12. September mit 1:2 bei der TSG 1899 Hoffenheim, wobei Maximilian Mittelstädt den Ehrentreffer erzielte.
Nächste Aufgabe ist das Heimspiel am 19. September gegen den aktuellen Tabellenzweiten Borussia Dortmund. Die aktuelle Tabelle und die detaillierten Mannschaftsstatistiken sind unter Tabelle und Statistiken einsehbar.
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