Dennis Seimen feierte ein emotionales Bundesliga-Debüt für den VfB Stuttgart mit einem 2:0-Sieg beim SC Paderborn. Der 20-jährige Torwart hielt sein Tor sauber und brach nach dem Schlusspfiff in Tränen aus, als ihn Trainer Sebastian Hoeneß in die Arme schloss.

Der Sieg in Paderborn katapultiert den VfB in der Tabelle auf den 11. Platz, mit nun sechs Punkten aus fünf Spielen. Damit setzte das Team nach der Länderspielpause den positiven Trend der letzten Wochen fort und baute seine Serie auf drei Bundesliga-Siege in Folge aus. Diese aktuelle Form, mit acht eigenen Toren und nur einem Gegentor in den letzten drei Spielen, ist in unseren Statistiken detailliert nachzulesen. Die Mannschaft hatte den Saisonauftakt mit nur einem Sieg aus vier Spielen begonnen.

Der Spielverlauf

Jeff Chabot brachte Stuttgart in der 25. Minute mit einem Kopfball nach Vorlage von Atakan Stiller in Führung. Paderborn kam vor der Pause noch zu einer großen Chance durch Raphael Obermaier, die Seimen jedoch parierte. In der zweiten Hälfte blieb der VfB gefährlich, traf aber erst spät zum entscheidenden 2:0. Wieder war Stiller der Vorbereiter, Chris Führich traf in der 83. Minute. Die Gäste hätten das Ergebnis vorher schon erhöhen können, doch Jamie Leweling scheiterte in der 30. Minute am Pfosten.

Die Stimmen

"Bei mir sind nach dem Spiel schon ein paar Tränen geflossen", gestand Seimen. Für den jungen Keeper war der Auftritt in Paderborn besonders, da er in der Vorsaison dem Club ausgeliehen war und im Relegations-Hinspiel gegen Wolfsburg zum Aufstieg beigetragen hatte. "Dass ich mein Bundesliga-Debüt in Paderborn feiern darf, ist eine Geschichte, die nur der Fußball schreibt", sagte er. Trainer Hoeneß lobte seinen Schützling: "Er war sehr emotional. Das fand ich schön, zu sehen, wie viel einem jungen Spieler so ein Spiel bedeutet. Ich will ihn außerordentlich loben."

Seimen hatte den Saisonstart verletzungsbedingt verpasst und Fabian Bredlow den Platz im Tor überlassen. Die dreiwöchige Länderspielpause nutzte er, um fit zu werden. Vor dem Anpfiff wurde er von den Paderborn-Fans mit Applaus begrüßt.

Der VfB blickt nun auf ein enges Programm. Am Mittwoch steht ein Auswärtsspiel in der Champions League bei Slovan Bratislava auf dem Plan. Am Samstag folgt dann das Bundesliga-Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn Hamburger SV, der aktuell auf Platz 12 steht. Die Mannschaft reist mit gestärktem Selbstvertrauen, nachdem sie in den letzten drei Ligaspielen acht Tore erzielte und nur eines kassierte.

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