Sebastian Hoeneß bestätigt eine taktische Änderung im defensiven Mittelfeld des VfB Stuttgart für das Topspiel gegen Borussia Dortmund. Atakan Karazor wird seine Rolle als defensiver Anker wieder einnehmen, wie der Trainer am Freitag klarstellte.
"Ata war immer ein Spieler, der diesen Anker immer geben konnte. Er wird seine Rolle wieder einnehmen, das steht außer Frage", sagte Hoeneß. Diese Entscheidung folgt auf die 1:2-Niederlage in Hoffenheim, bei der die Defensive des VfB, die viertschwächste der Liga, erneut Lücken zeigte. Die gesamte Trainingswoche stand im Zeichen von Umschaltspiel und Absicherung der Tiefe.
Stiller und Prömel unter Druck
Die Rückkehr Karazors stellt die etablierte Doppelsechs aus Angelo Stiller und Grischa Prömel infrage. Stiller hatte sich im Hoffenheim-Spiel eine Knieprellung zugezogen, ist aber für das Spiel am Samstag (18.30 Uhr) fit. Sollte er spielen, konkurriert Prömel mit Karazor um den zweiten Platz im defensiven Mittelfeld. Laut Hoeneß hat Prömel derzeit die Nase vorn. "Wir hatten zuletzt einen klaren Schritt nach vorne.", analysierte der Trainer die Qualitäten des 25-Jährigen.
Die Mannschaft von Hoeneß, die aktuell mit 3 Punkten auf dem 14. Tabellenplatz steht, trifft auf den drittplatzierten BVB. Die letzten fünf Spiele brachten drei Siege und zwei Niederlagen (LWWLW). Die Defensive muss sich gegen die viertbeste Offensive der Liga beweisen. Die letzte Begegnung im April endete mit einer 0:2-Heimniederlage.
Hoeneß betonte, dass es darum gehe, über eine gute Statik defensive Stabilität zu erreichen, ohne die offensive Durchschlagskraft zu verlieren. Die Rückkehr des 29-jährigen Karazor, ein ehemaliger Kapitän, soll genau diese Balance bringen. Das Spiel gegen Dortmund ist der nächste Test für eine Mannschaft, die nach der enttäuschenden Niederlage in Hoffenheim eine Antwort finden muss.
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