Der FC Schalke 04 hat erste Gespräche mit dem VfB Stuttgart über eine Leihe von Badredine Bouanani geführt. Der Sky-Transferexperte Patrick Berger berichtete am Dienstag davon. Der 21-jährige Offensivspieler wechselte im Sommer 2025 für rund 20 Millionen Euro vom OGC Nizza zum VfB Stuttgart und ist dort bis 2030 unter Vertrag. In 28 Einsätzen für die Schwaben erzielte Bouanani zwei Tore und bereitete zwei weitere vor.

Der VfB Stuttgart startete mit einer Niederlage in die neue Bundesliga-Saison 2026/27 und steht nach einem Spiel mit null Punkten auf dem 18. Tabellenplatz. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß kassierte fünf Gegentore und erzielte nur ein eigenes Tor. Damit liegen sie bereits drei Punkte hinter dem Spitzenreiter FC Bayern München zurück. Vor dem nächsten Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim am 12. September muss der Kader zudem mit mehreren Ausfällen planen. Auf der Verletztenliste des VfB stehen aktuell Dan Zagadou, Dennis Seimen, Jeremy Arevalo, Leo Sauer, Lorenz Assignon und Luca Jaquez.

Patrick Berger schätzte die Chancen auf einen Wechsel des Angreifers zu den Knappen als schwierig ein. Der Sky-Experte sagte wörtlich: "eine Verpflichtung des Offensivmannes für die Knappen aber nur 'schwer umsetzbar'". Schalke 04 selbst war am Dienstag mit Vertragsverlängerungen beschäftigt. Der Verein verlängerte das Arbeitspapier von Adil Aouchiche bis zum Jahr 2030. Parallel scheiterte ein Transfer von Anton Donkor in die 2. Liga.

Neben den Gesprächen mit dem VfB Stuttgart über Bouanani plant der FC Schalke 04 weitere Kaderbewegungen. Der Klub erwägt eine Leihe von Christian Gomis nach Spanien. Für Dylan Leonard wurde bereits eine einjährige Leihe zu Alemannia Aachen vereinbart. Diese Aktivitäten zeigen, dass Schalke den Kader vor dem Ende der Transferperiode noch einmal anpassen möchte. Der VfB Stuttgart muss derweil seine eigene Kaderplanung im Blick behalten, besonders angesichts der aktuellen Tabellensituation und der vielen verletzten Spieler.

Badredine Bouanani gehört zum erweiterten Kreis der Offensivkräfte beim VfB. Sein Vertrag läuft noch vier Jahre, bis zum Sommer 2030. Die Investition von 20 Millionen Euro im Vorjahr unterstreicht, dass der Klub langfristig auf das Talent setzt. In der abgelaufenen Saison kam der Franzose jedoch nicht durchgängig zum Zug und konnte seine Leistung nicht immer konstant abrufen. Eine Leihe könnte ihm mehr Spielpraxis bieten, doch der VfB muss abwägen, ob er angesichts der eigenen personellen Engpässe auf einen Offensivspieler verzichten kann. Die aktuelle Tabelle zeigt den dringenden Handlungsbedarf.

Die kommenden Tage werden zeigen, ob die Gespräche zwischen Schalke 04 und dem VfB Stuttgart zu einem konkreten Ergebnis führen. Bis dahin konzentriert sich der VfB voll auf die Vorbereitung des Auswärtsspiels bei der TSG 1899 Hoffenheim am 12. September 2026.