VfB Stuttgart bereitet sich mit einer erwarteten taktischen Anpassung auf das Heimspiel gegen den 1. FC Köln am zweiten Spieltag der Bundesliga 2026/27 vor. Trainer Sebastian Hoeneß plant laut einem Bericht von Kicker die Rückkehr zu einem 4-2-3-1-System nach zuletzt gespieltem 3-4-3.
Die Mannschaft startet in die Partie aus einer schwierigen Position, denn nach der Auftaktniederlage belegt der VfB in der Bundesliga-Tabelle aktuell den 18. Platz mit null Punkten. Mit einem Torerfolg bei fünf Gegentoren liegt die Torbilanz bei minus vier. Zum Spitzenreiter Bayern München beträgt der Rückstand bereits drei Zähler.
Sebastian Hoeneß dürfte auf ein bewährtes Personal setzen. Im Tor wird Alexander Bredlow erwartet. Die Viererkette soll aus Josha Vagnoman, Maximilian Jeltsch, Anthony Chabot und Maximilian Mittelstädt bestehen. Das defensive Mittelfeld dürften Grischa Prömel und Angelo Stiller bilden. Auf den offensiven Außenbahnen sind Tiago Tomas und Chris Führich im Gespräch, wobei Führich nach einer Knöchelverletzung wieder zur Verfügung steht. Die Zehnerposition könnte an Luka Pejcinovic gehen, der auch in dieser Saison wieder von Beginn an spielen soll. Im Sturmzentrum wird Deniz Undav die meisten Chancen haben.
Auf der Bank stehen als Ersatzleute Torhüter Marius Funk sowie die Feldspieler Ameen Al-Dakhil, Ramon Hendriks, Leonidas Stergiou, Badrerine Bouanani, Bilal El Khannouss, Atakan Karazor, Jamie Leweling und Ermedin Demirovic. Über die rechte Außenbahn wird noch entschieden, da sowohl Tiago Tomas als auch Jamie Leweling in der Vorbereitung trainingsrückständig waren.
Die Personalsituation ist angespannt. Trainer Hoeneß nannte gegenüber Kicker eine lange Liste von Ausfällen: "Es fehlen Arevalo (Trainingsrückstand nach Rückenproblemen), Assignon (Aufbautraining nach Schulter-OP), Diehl (Oberschenkelverletzung), Drljaca (nicht berücksichtigt), Jaquez (Trainingsrückstand nach Adduktorenproblemen), Malanga (nicht berücksichtigt), Nartey (Oberschenkelverletzung), Sauer (Trainingsrückstand nach Oberschenkelverletzung), Seimen (Sehnenverletzung im Oberschenkel), Yigit (nicht berücksichtigt), Zagadou (Oberschenkelverletzung)."
Sechs dieser Spieler, Dan Zagadou, Dennis Seimen, Jeremy Arevalo, Leo Sauer, Lorenz Assignon und Luca Jaquez, sind auch in der aktuellen Verletztenliste des Clubs verzeichnet. Ihre Abwesenheit schränkt die taktischen Optionen von Hoeneß deutlich ein.
Die Rückkehr zum 4-2-3-1 ist eine Reaktion auf die schwache Defensivleistung zum Saisonauftakt. "Ein 4-2-3-1 statt des jüngsten 3-4-3 ist erwartbar," sagte Hoeneß. Mit dieser Formation erhofft sich der Trainer mehr Stabilität in der Abwehr und eine bessere Kontrolle über die Zentrale. Das System kommt den Stärken von Spielern wie Stiller und Prömel im defensiven Mittelfeld entgegen und bietet zugleich den offensiv ausgerichteten Flügelspielern klare Angriffsräume.
Die taktische Neuausrichtung ist dringend nötig, um den negativen Trend zu stoppen und die ersten Punkte der Saison zu holen. Die gesamte aktuelle Kaderübersicht zeigt, dass trotz der Verletzten noch genug Qualität für einen Heimsieg vorhanden ist.
Direkt im Anschluss an die Partie gegen Köln blickt der VfB schon auf das nächste Pflichtspiel. Am Samstag, dem 12. September 2026, steht ein Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim an. Hoffenheim liegt derzeit auf dem 12. Tabellenplatz. Dieses Duell ist bereits der nächste Test für die geforderte defensive Verbesserung des Teams von Sebastian Hoeneß.
