Der VfB Stuttgart hat seinen Spielerkader für die Gruppenphase der Champions League 2026/27 offiziell bekannt gegeben. Das Team von Trainer Sebastian Hoeneß meldet dabei einen Mann weniger als erlaubt, weil es die UEFA-Vorgaben für lokal ausgebildete Spieler nicht vollständig erfüllen kann. Die Europapokal-Premiere gegen Viking Stavanger aus Norwegen steht am Mittwoch um 21 Uhr an.

Der Kader umfasst nur 24 statt der möglichen 25 Spieler. Grund ist eine spezielle UEFA-Regelung. Für den Champions-League-Kader müssen mindestens acht sogenannte "lokal ausgebildete Spieler" gemeldet werden. Von diesen acht können maximal vier bei einem anderen Verein des gleinen nationalen Verbandes ausgebildet worden sein, mindestens vier müssen ihre Ausbildung direkt beim meldenden Klub absolviert haben. Ein Spieler gilt als lokal ausgebildet, wenn er zwischen seinem 15. Und 21. Geburtstag drei komplette Spielzeiten oder 36 Monate bei seinem aktuellen Verein oder einem anderen Klub desselben Landesverbandes registriert war. Der VfB konnte diese Quote nicht decken, weshalb der Kader verkleinert werden musste.

Die zwei prominentesten Abwesenden sind Innenverteidiger Leonidas Stergiou und Mittelfeldspieler Badredine Bouanani. Stergiou war in der vergangenen Saison an den 1. FC Heidenheim ausgeliehen und kam auch im Bundesliga-Auftakt gegen Bayern München (1:5) zum Einsatz. Bouanani hingegen hat sich in Stuttgart nie als Stammkraft etablieren können. Ebenfalls nicht im A-Kader vertreten sind die jungen Talente Jeremy Arevalo und Justin Diehl. Defensivstratege Dan-Axel Zagadou fehlt aufgrund einer langfristigen Verletzung. Torhüter Dennis Seimen steht auf der separaten B-Liste, ist aber derzeit selbst mit einer Oberschenkelverletzung ausgefallen. Seimen, geboren am 1. Dezember 2005 und seit 2015 beim VfB, erfüllt die B-Listen-Kriterien, da er nach dem 1. Januar 2005 geboren wurde und seit seinem 15. Lebensjahr spielberechtigt ist.

Für die Champions League nominiert wurden die Torhüter Fabian Bredlow und Marius Funk. In der Abwehr stehen Ameen Al-Dakhil, Lorenz Assignon, Jeff Chabot, Ramon Hendriks, Luca Jaquez, Finn Jeltsch, Maximilian Mittelstädt und Josha Vagnoman zur Verfügung. Auffällig ist die Berücksichtigung von Alexander Groiß und Dominik Nothnagel aus der zweiten Mannschaft. Im Mittelfeld sind Bilal El Khannouss, Chris Führich, Atakan Karazor, Jamie Leweling, Nikolas Nartey, Grischa Prömel, Angelo Stiller und Tiago Tomas gelistet. Im Angriff setzt der VfB auf Ermedin Demirovic, Dzenan Pejcinovic, Leo Sauer und Deniz Undav. Die komplette Übersicht aller Spieler findet sich auf unserer squad Seite.

Die Kaderplanung für Europa findet vor einem schwierigen Bundesliga-Start statt. Der VfB Stuttgart steht nach dem 1:5-Auftaktniederlage gegen Bayern München auf dem 18. Tabellenplatz. Die Bilanz nach einem Spiel: null Punkte, ein Tor erzielt und fünf kassiert, was eine Tordifferenz von minus vier bedeutet. In der Tabelle liegen die Schwaben bereits drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München. Die aktuelle Formkurve wird mit einem "L" für die Niederlage angegeben. Die nächste Chance auf Punkte gibt es bereits am Donnerstag, dem 4. September, im Heimspiel gegen den 1. FC Köln, der derzeit auf Rang sechs steht. Den kompletten Spielplan und die aktuelle Tabelle kann man auf unseren Seiten fixtures und standings verfolgen.

Neben dem Auftaktgegner Viking Stavanger hat die Auslosung dem VfB Stuttgart eine anspruchsvolle Gruppe beschert. Weitere Gegner in der Gruppenphase sind Slovan Bratislava, Atlético Madrid, Galatasaray Istanbul, Inter Mailand, OSC Lille, FC Brügge und PSV Eindhoven. Die Schwaben müssen sich in diesem Feld behaupten, um das Achtelfinale zu erreichen. Die Vorbereitung auf diese europäischen Aufgaben läuft parallel zum eng getakteten Bundesliga-Programm. Das erste Gruppenspiel am Mittwoch ist der Startschuss für dieses ambitionierte Doppelprogramm.