VfB Stuttgart hat mit dem Verkauf von Lazar Jovanovic an Udinese Calcio ein finanziell erfolgreiches Transfergeschäft abgeschlossen. Der 20-Jährige wechselt für eine Ablösesumme in Höhe von etwa sieben Millionen Euro, inklusive möglicher Boni, nach Italien.

Jovanovic war vor genau einem Jahr für 4,5 Millionen Euro vom serbischen Klub Roter Stern Belgrad nach Stuttgart gekommen. Sein Vertrag beim VfB lief noch bis zum Jahr 2029. In der vergangenen Saison kam der Offensivspieler jedoch nur auf sechs Kurzeinsätze – dreimal in der Bundesliga und dreimal in der Europa League. Insgesamt stand er lediglich 124 Minuten auf dem Platz, wobei er nur zweimal in der Startelf stand und nie über die volle Spieldistanz kam.

Warum der Wechsel für beide Seiten Sinn ergibt

Für Stuttgart stellt der Transfer einen klaren finanziellen Gewinn dar. Innerhalb eines Jahres stieg der Marktwert des Spielers um 2,5 Millionen Euro. Der Verein realisiert damit einen schnellen Wertzuwachs bei einem Akteur, der im aktuellen Kader keine tragende Rolle spielte. Jovanovic selbst erhält in Udine die Chance auf mehr Spielpraxis. Bei seinem neuen Verein unterschrieb er einen Vertrag bis 2031. "Seine Zeit in Stuttgart ist nach nur einem Jahr wieder zu Ende", kommentierte Jovanovic den Wechsel. Er betonte: "Ich schwöre euch, ich habe immer alles gegeben."

Die Transaktion findet vor dem Hintergrund eines schwierigen Saisonstarts für den VfB statt. Nach dem ersten Spieltag belegt Stuttgart mit 0 Punkten den 18. Tabellenplatz in der Bundesliga. Die Bilanz aus einem Spiel lautet 0 Siege, 0 Unentschieden und 1 Niederlage bei einer Tordifferenz von 1:5. Damit liegt der Klub bereits drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München. Die Verletztenliste ist aktuell lang und umfasst unter anderem Dennis Seimen, Leo Sauer, Lorenz Assignon, Luca Jaquez und Chris Führich. Einen Überblick über alle Ausfälle bietet unsere Verletztenliste.

Der Abgang von Jovanovic schafft Platz im Kader und bringt frisches Kapital. Die Mittel können für andere Verstärkungen oder die Vertragsverlängerung wichtiger Stammspieler genutzt werden. Die nächste Herausforderung wartet bereits am 4. September. Dann empfängt der VfB Stuttgart den 1. FC Köln, der aktuell auf dem 6. Platz steht, in der Mercedes-Benz Arena. Das gesamte Programm der kommenden Wochen ist auf unserer Spielplan-Seite einsehbar. Um wieder in die Erfolgsspur zu finden, muss die Defensive stabilisiert werden, nachdem in der ersten Partie fünf Gegentore kassiert wurden.

Der Verkauf von Lazar Jovanovic zeigt, dass der VfB auch bei Spielern mit wenig Einsatzzeit wirtschaftlich klug agieren kann. Sein neuer Vertrag bei Udinese Calcio ist bis zum 30. Juni 2031 gültig.