VfB Stuttgart hat sein neues Auswärtstrikot für die UEFA Champions League mit einem besonderen Retro-Design vorgestellt. Das Trikot erinnert an ein europäisches Spiel 1988 gegen Banyasz Tatabanya und ehrt die damaligen Fans aus der DDR, wie der Club am Montag bekannt gab.

Die Mannschaft verteilte das komplette Trikotset vor kurzem an die Gäste im Auswärtsblock in Ungarn. Diese Aktion war eine Hommage an die VfB-Anhänger aus der ehemaligen DDR, die das Team damals unterstützten. Der neue Marketingvorstand Karsten Petry (51) betonte die Bedeutung. "Diese Trikots stehen für weit mehr als unsere Teilnahme an der UEFA Champions League", sagte Petry. "Sie verbinden ein außergewöhnliches Kapitel unserer Vereinsgeschichte mit unserer Zukunft auf der europäischen Bühne."

Das Design greift den Moment eines UEFA-Cup-Spiels 1988 gegen Banyasz Tatabanya auf. Nach dem Spiel gab die Mannschaft damals ihre Trikots an die anwesenden Fans weiter. Dieser Akt der Verbundenheit prägte sich ein. Fast vier Jahrzehnte später holt der Club diese Geschichte zurück. Tobias Röschl, der an der Gestaltung beteiligt war, erklärte: "Dass die Mannschaft ihre Trikots damals nach dem Spiel an die Fans weitergab, steht für genau die Nähe und Gemeinschaft, die den Fußball ausmachen."

Mit dem Retro-Look wird diese Identität nun auf der europäischen Top-Bühne sichtbar gemacht. Clublegenden wie Guido Buchwald (65) und Günther Schäfer (64) werden mit der Aktion in Verbindung gebracht. Auch der verstorbene Platzwart Jochen Seitz (†77), der die DDR-Fans damals unterstützte, wird in der Würdigung erwähnt.

Die neuen Heim- und Auswärtstrikots für die Champions League sind seit Montag in den VfB Shops erhältlich. Für Erwachsene kostet ein Trikot 99,99 Euro. Die Kinder-Version ist für 79,99 Euro zu haben. Mit dem Verkauf verbindet der Club die Hoffnung, dass die Fans die Tradition in die nächste Generation europäischer Nächte tragen.

Der Verkauf startet in einer sportlich herausfordernden Phase. VfB Stuttgart steht aktuell mit 0 Punkten aus einem Spiel auf dem 18. Platz der Bundesliga. Die Bilanz zeigt ein Tor bei fünf Gegentoren und eine negative Tordifferenz von -4. In der Tabelle liegt der Club drei Punkte hinter dem Spitzenreiter Bayern München.

Die Verletztenliste ist ein Faktor für die schwierige Ausgangslage. Aktuell fehlen Torhüter Dennis Seimen, Mittelfeldspieler Leo Sauer, Verteidiger Lorenz Assignon, Abwehrspieler Luca Jaquez und Offensivmann Chris Führich. Ihre Rückkehr wird für die anstehenden Aufgaben dringend benötigt. Den aktuellen Kaderstatus kann man auf unserer Verletztenliste verfolgen.

Trotz des holprigen Starts in die Bundesliga-Saison richtet sich der Blick nun auch auf Europa. Das Retro-Trikot soll dabei als verbindendes Element dienen. Petry fügte hinzu: "Zusammen voran tragen wir die Tradition unseres Vereins in die nächste Generation europäischer Nächte." Die nächste Gelegenheit, in Bundesliga zu punkten, bietet sich am 4. September 2026 im Heimspiel gegen den 1. FC Köln, der aktuell auf Platz 6 steht. Das Spiel ist Teil einer anspruchsvollen Anfangsphase, die man auf unserer Spielplan-Seite einsehen kann.