VfB Stuttgart verliert beim Hamburger SV mit 0:1 und lässt damit einen Sieg aus der Hand, der nach der Leistung drin gewesen wäre. Ein spätes Tor von Miro Muheim in der 88. Minute entschied das Bundesliga-Spiel am Samstag 17. Oktober zu Gunsten der Gastgeber. Die Niederlage bestätigt den 12. Tabellenplatz mit sechs Punkten aus fünf Spielen, bei zwei Siegen und drei Niederlagen.

Der Spielverlauf

Stuttgart übernahm von Beginn an die Initiative und kontrollierte das Spiel mit 66 Prozent Ballbesitz. Die Angriffsreihe um Deniz Undav, Jamie Leweling und Ermedin Demirović kam zu zahlreichen Abschlüssen, doch Torhüter Daniel Heuer Fernandes blieb eine starke Figur. Insgesamt schoss der VfB 24-mal, fünfmal davon aufs Tor. Die beste Chance in der ersten Hälfte hatte Atakan Karazor, dessen Distanzschuss knapp am Pfosten vorbeiging. Auf der anderen Seite blieb Seimen lange Zeit ohne große Arbeit, bis die Schlussphase die Wende brachte. Nach einem Konter und einer Hereingabe von Zakaria El Ouahdi traf Muheim zum entscheidenden 1:0.

Trainer Sebastian Hoeneß hatte in der zweiten Halbzeit mit den Einwechslungen von Chris Führich und Grischa Prömel frischen Wind bringen wollen. Die Offensive wurde noch mit Leo Sauer und Dženan Pejčinović verstärkt, doch der Durchbruch gelang nicht. Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Der VfB hatte auch mehr Ecken (9:5) und eine höhere erwartete Torgefährlichkeit (xG: 1,71 zu 1,46).

Wo es den VfB hinversetzt

Die Niederlage ist ein herber Rückschlag im Kampf um die vorderen Plätze. Stuttgart bleibt mit sechs Punkten aus fünf Spielen auf dem 12. Rang in der Tabelle. Diese Form setzt die positive Serie aus den letzten Wochen, zu der auch der 3:0-Auswärtssieg in Bratislava in der Champions League gehörte, vorerst aus. In den letzten fünf Pflichtspielen vor dieser Niederlage hatte die Mannschaft mit vier Siegen und einer Niederlage eine starke Form gezeigt. Mit nun sieben Punkten Rückstand auf Tabellenführer SC Freiburg wird der Anschluss an die Spitze schwieriger.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun sofort auf das nächste große Ziel. Schon am Dienstagabend (21 Uhr) empfängt der VfB im MHPArena den spanischen Meister Atlético Madrid in der Königsklasse. Danach folgt am Samstag 23. Oktober das Heimspiel gegen den abstiegsbedrohten Borussia Mönchengladbach, der aktuell auf dem 18. Platz steht, das nächste Pflichtspiel im Bundesliga-Alltag.

Bayern München14VfB Stuttgart6Union Berlin5
Punkteabstand: VfB Stuttgart 6, Tabellenführer Bayern München 14, erster Abstiegsplatz Union Berlin 5